image1 image2 image3

Ausflug der Musikerfamilie nach Deidesheim

Einen selten schönen Tag im Goldenen Oktober bei strahlendem Sonnenschein erlebten die Musiker/innen nebst Anhang am 19. Oktober in der nahen Pfalz. Auf Anstoß unseres Musikvorstandes Kerstin Reinecker fuhr man mit dem Bus nach Deidesheim. Nach kurzer Wartezeit am Bahnhof wurde die Reisegesellschaft in zwei Planwagen mit fest installierten Tischen und Bänken aufgenommen. Nach kurzer Begrüßung des Kutschers und seiner jungen Winzertochter, die den zweiten Planwagen lenkte- je zwei kräftige Braune zogen die Kutschen, die immerhin ca. 22 Personen zu transportieren hatten- ging es mit leichtem Trab durch Deidesheim und dann in die verschlungenen Wege der Weinberge von Ruppertsberg und Deidesheim. Zuvor jedoch wurden Gläser und der beste Wein unseres Kutschers, der im Hauptberuf natürlich Winzer war, an die Reisenden verteilt. Der Wein mit dem Namen "Deidesheimer Bischofsgarten" ein halbtrockener, goldig glänzender Weiswein traf genau den Geschmack der Gesellschaft und die ersten Flaschen des süffigen Weines waren bald verbraucht. Doch zum erstaunen Aller, rollte ständig der Nachschub und niemand brauchte Angst haben, im Trockenen sitzen zu bleiben. Dies galt natürlich auch für unsere Jugend, auf die Vorstand Peter ein besonderes Auge hatte. Sie bekamen Apfelsaft aus eigener Herstellung und Wasser kredenzt, jedoch mit der Aufforderung, das Wasser sparsam zu benutzen, da unser Kutschen lenkender Winzer es selbst kaufen müsse. Im zweiten Wagen wachte Jochen mit wachem Auge auf die Einhaltung des Jugendgesetzes. Zu den Getränken wurden Brot und Käse serviert. Drei verschiedene Almkäse, direkt aus dem Allgäu importiert, von Vorstand Peter an die Mitgereisten gespendet, fanden reißenden Absatz und harmonierten hervorragend mit dem "Bischofsgarten" und dem selbstgepressten Apfelsaft.  Leider bekam er selbst nicht viel von seinem gespendeten Käse ab, da der Käse den Weg bis zum dem Kutschbock, auf dem er saß, einfach nicht erreichte. Dass er genug von dem Wein bekam, dafür sorgte sein Nachbar, der Winzer Markus. Vielleicht ist es diesem Umstand zu verdanken, dass seine ansonsten knappen und präzisen Formulierungen etwas blumiger ausfielen und häufiger umschrieben und wiederholt wurden, als von ihm gewohnt. Mehr als zwei Stunden fuhr man durch Feld und Flur, unterbrochen von einer kurzen Rast. Dort durften Portugieser und Dornfelder Weintrauben probiert werden, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde. Auch die Pferde wurden von unser tierliebenden Schar reichlich mit Trauben versorgt. Der Erkenntnisgewinn hieraus: Auch Pferde können bei übertriebenen Obstgenuss gebläht sein. Mit Gesang, Gesprächen und ausgelassender Fröhlichkeit landeten wir wieder in Deidesheim und  nahmen Abschied von unseren Zweispännern, von der Winzertochter und vom Kutscher und Winzer Markus, mit vielfach wiederholtem Dank unseres Vorstandes. Nach kurzem Spaziergang durch Deidesheim nahm die Reiseschar in einer schönen Winzerstube Platz, wo ein komplettes Nebenzimmer für uns bereitstand. Serviert wurden pfälzische Spezialitäten und Variationen mit Schnitzel und Beilagen. Bei gutem Essen und erlesenen Getränken tat man sich gütlich und hie und da hörte man das Lied eines Heldentenors erklingen. Einige Verwirrung gab es bei der Aufnahme der Bestellungen, wobei man nicht genau weiß, ob dies der Sprache zuzuschreiben ist, schließlich spricht man in der Pfalz einen anderen Dialekt, oder den gestressten Bedienungen geschuldet war, die mit unserer fröhlichen und ausgelassenen Art, nicht viel anzufangen wussten. Das tat aber dem Gesamteindruck eines schönen und gelungenen Tages überhaupt keinen Abbruch. Viel zu schnell, wie immer wenn es schön ist, verging die Zeit und unser Bus stand vor der Winzerstube, um uns nach Hause zu karren. Herr Hofmann, der Seniorchef der gleichnamigen Firma  fuhr uns persönlich zurück, in heimatliche Gefilde. Sanft und sicher lenkte er das Gefährt von Deidesheim über Neustadt und Speyer durch die Nacht und während im hinteren Teil des Busses Lieder von Hannes Wader, Reinhard Mey, begleitet auf der Gitarre von Martin erklangen, versank unser Reiseleiter Peter in einen Dämmerschlaf mit ganz speziellen Atemübungen. Doch rechtzeitig bei Kurpfalz Beton erwachte er gerade noch rechtzeitig, um sich von der werten Reisegesellschaft mit großem Dank zu verabschieden. Ein schöner und gelungener Ausflug fand sein Ende. Bei einigen auf direktem Wege sofort. Wie man hörte, legten andere doch noch den einen oder anderen Zwischenstop ein. 

 

Eindrücke davon könnt Ihr in unserer >>Galerie<< einsehen

2018  MV Rheinhausen  globbersthemes joomla templates